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21.-22.11.2013: Evaluationsworkshop eStandards in Bonn
Am 21. und 22. 11. fand in Bonn ein Evaluierungsworkshop für alle Projekte, die über das eStandards-Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert werden, statt.

Der 2-tägige Evaluationsworkshop stand unter dem Motto „Optimierung der Entwicklungsprozesse“ und hatte zum Ziel, dass sich die Vertreter der einzelnen Projekte gegenseitig über den Stand der Arbeiten, die erreichten Ergebnisse, die dabei gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse sowie über bestehende und neue Herausforderungen und Hürden informieren. Auch über den Stand der Vernetzung des Projektes innerhalb der adressierten Branche und über den Stand der Öffentlichkeitsarbeit wurde ausführlich gesprochen.

Jedes Projektkonsortium hatte bei dem Evaluationsworkshop Gelegenheit, im Rahmen einer Präsentation zu diesen Aspekten ausführlich Stellung zu beziehen und sich den anderen Projektkonsortien mitzuteilen.

Dr. Manfred J. Suhr, Projektleiter und Geschäftsführer des IfG.CC, und Friederike Thessel, wissenschaftliche Mitarbeiterin des IfG.CC, stellten den aktuellen Projektstand des Projektes „PROKETTA – Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung“ vor. Ziel der Präsentation war es, den bisherigen Projektverlauf kritisch zu reflektieren sowie die Aktivitäten vorzustellen, die in den nächsten Monaten geplant sind. Gleichzeitig wurde dieser Workshop genutzt, um sich mit den Mitarbeitern der anderen Projekte zu Schwerpunkten und Herausforderungen auszutauschen und Ideen für weitere gemeinsame Projekte zu entwickeln.

Lag in den ersten Projektmonaten der Schwerpunkt auf konzeptionellen Arbeiten, werden seit Juli 2012 in Workshops und mittels Interviews systematisch Geschäftsprozesse in Verwaltungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene sowie in Unternehmen zu den priorisierten Informations- und Meldepflichten (IMP) (z.B. Baugenehmigung für gewerbliche Sonderbauten, Anträge nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz) erhoben. Die ausgewählten IMP wurden nach Themen geclustert, um Ähnlichkeiten und Abhängigkeiten zwischen den IMP besser abbilden zu können.

In den Gesprächen zur Vorbereitung der Prozesserhebung und bei der Prozesserhebung wurde deutlich, dass – anders als erwartet – Unternehmen beim Thema Geschäftsprozessmanagement nicht unbedingt weiter entwickelt sind als Kommunen. Sowohl bei Unternehmen als auch bei Behörden besteht ein großer Bedarf an Austausch über Vorgehensweise und Möglichkeiten zur Prozessoptimierung. Die Prozesserhebungen werden z.T. von den Organisationen als Einstieg in das Thema Geschäftsprozessmanagement genutzt.

Eines der wesentlichen Projektergebnisse auf Produktebene ist beim IfG.CC der Geschäftsprozessmanager. Dieser ist als Wissensmanagementtool entwickelt, mit dem in anschaulicher Form Informationen zu den erhobenen Prozessketten zwischen Behörden und Unternehmen visualsiert und bereitgestellt werden. Alle Prozessschritte sind mit erläuternden Informationen hinterlegt, z.B. zu erforderlichen Dokumenten, Gesetzesgrundlagen und Prüfschritten. Mitarbeiter in Unternehmen und Behörden können den Geschäftsprozessmanager nutzen, um sich schnell einen Überblick über die gesamte Prozesskette zu verschaffen, oder je nach Bedarf (z.B. bei der Einarbeitung in ein neues Auf-gabenfeld) auch Detailinformationen zu Teilprozessen abrufen.

Schwerpunkt in den kommenden Monaten wird weiterhin die Erhebung und Modellierung von Prozessketten zu Informations- und Meldepflichten sein – sowohl auf Unternehmens- als auch auf Behördenseite. Ein Ziel ist es auch, erste Referenzprozessmodelle für Informations- und Meldepflichten zu entwickeln. Diese können als Gestaltungsgrundlage genutzt werden, eine prozessorientierte Verwaltung umzusetzen.

In dem dreijährigen F+E-Projekt „PROKETTA – Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung“ werden Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung visualisiert und standardisiert. Übergeordnetes Ziel ist es, den Aufwand für Unternehmen und öffentliche Verwaltungen bei der Erfüllung bzw. Bearbeitung von Informations- und Meldepflichten zu reduzieren. Kooperationspartner sind u.a. Verwaltungen der kommunalen und Landesebene, kommunale Spitzenverbände, öffentliche IT-Dienstleister, Unternehmen und Kammern.

Wenn auch Sie Interesse an einer Beteiligung an dem F+E-Projekt haben oder weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an Friederike Thessel (mailto: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ), wissenschaftliche Mitarbeiterin am IfG.CC.

Weitere Informationen | Further Information: www.ifg.cc/_pdf/IFGCC_Proketta_120401.pdf

                                                                                                                                                                                                                

                                                                                                                                                                                                                

 

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