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Dezember 2013: Jahresrückblick 2013
Den Jahreswechsel nutzen wir für einen Rückblick auf das Jahr 2013:

2013 lag der Schwerpunkt der Projektarbeit auf der Erhebung von Prozessen und Prozessketten zu verschiedenen Informations- und Meldepflichten (IMP). Ausgewählt wurden solche IMP, die bei Unternehmen hohe Kosten verursachen oder die für die befragten Unternehmen oder Behörden besonders relevant sind, z.B. weil Gesetzesänderungen eingetreten, Arbeitsabläufe neu zu gestalten oder Prozesse für Mitarbeiter zu wenig transparent sind.

Im Verlaufe des Projektes PROKETTA haben Mitarbeiter des IfG.CC bei zahlreichen Kommunen, Landesverwaltungsämtern, Bundesbehörden und Unternehmen die Geschäftsprozesse notationsunabhängig und nach einem einheitlichen Standard erhoben. Arbeitsschritte, die notwendig sind, um bestimmte IMP zu erfüllen bzw. eingegangene Unterlagen und Daten von Unternehmen zu be- und verarbeiten, wurden in Interviews und Workshops zusammen mit den Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung und der Unternehmen erfasst.

Anschließend wurden Prozessmodelle erstellt, die mit den Interviewpartnern validiert wurden. Die Dokumentation der Geschäftsprozesse trägt dazu bei, Prozesse und Schnittstellen zu anderen Organisationen für alle Beteiligten transparent zu machen. Dadurch ist es einfacher, Arbeitsabläufe aufeinander abzustimmen und Doppelarbeiten sowie Medienbrüche zu reduzieren. Ein weiterer relevanter Aspekt ist, inwieweit IT die Arbeitsprozesse unterstützen kann; insbesondere über Organisationsgrenzen hinweg, wenn viele Akteure am Prozess beteiligt sind.

Anfang 2013 wurden überwiegend Prozesse zu Genehmigungs- und Antragsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) in Landkreisen, Landesverwaltungsämtern und Unter-nehmen erhoben. Dies sind sehr aufwändige Verfahren, da umfangreiche Antragsunterlagen einzureichen und eine Vielzahl von Akteuren auf verschiedenen Verwaltungsebenen sowie oft die Öffentlichkeit zu beteiligen sind. In der zweiten Jahreshälfte 2013 wurden Prozesse zu Anträgen auf Einzel-/Dauer-Erlaubnis für die Durchführung von Großraum- und/oder Schwerlasttransporten (§ 29 StVO) speziell in der Metropolregion Rhein-Neckar erhoben und analysiert. Mit dieser Prozesserhebung wurde das Fachforum Autokrane in der Metropolregion unterstützt, das sich seit Dezember 2012 mit der Verbesserung des Genehmigungsverfahrens und der Rahmenbedingungen beschäftigt.

Eine wichtige Rolle spielt der Austausch über Projektergebnisse mit Praktikern und Wissenschaftlern. In Groß-Umstadt und Bremerhaven fanden Treffen der Arbeitsgruppe eStandards statt. In dieser Arbeitsgruppe arbeiten Mitarbeiter aus Projekten zusammen, die in der Förderinitiative „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“ des Förderschwerpunktes "Mittelstand-Digital - IKT-Anwendungen in der Wirtschaft" (http://mittelstand-digital.de) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert werden. Ein Querschnittsthema in vielen Projekten der Förderinitiative ist die Erhebung und Modellierung von Geschäftsprozessen. Beim den Arbeitstreffen stand daher im Mittelpunkt, welchen Nutzen Institutionen haben, wenn sie Prozesse erheben und dokumentieren.

Über Inhalte, Ziele, Nutzen sowie über aktuelle Ergebnisse des Projektes informierten sich auch der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam Jann Jakobs und die Beigeordneten aus erster Hand anlässlich ihres Besuches Mitte Juni 2013 am Institut.

Ende November 2013 fand in Potsdam das 2. Treffen der Projektpartner statt. Ziel der Veranstaltung war es, die Projektpartner über den aktuellen Umsetzungsstand und die nächsten Schritte im Projekt zu informieren sowie Rückmeldungen zu ersten Ergebnissen zu erhalten. Teilnehmer der Veranstaltung waren Vertreter aus Bundes- und Landesministerien, kommunaler IT-Dienstleister sowie verschiedenen Kommunen und Unternehmen, bei denen im Verlauf des Projektes bereits Prozesse erhoben wurden.

Das dreijährige F&E-Projekt PROKETTA (proketta.ifg.cc), das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird, startete am 01.04.2012. Kooperationspartner sind u.a. Verwaltungen der kommunalen und Landesebene, kommunale Spitzenverbände, öffentliche IT-Dienstleister, Unternehmen und Kammern.

Wenn auch Sie an einer Beteiligung an dem F+E-Projekt interessiert sind, melden Sie sich bitte per eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Weitere Informationen | Further Information:
www.ifg.cc/_pdf/IFGCC_Proketta_120401.pdf

                                                                                                                                                                                                                

                                                                                                                                                                                                                

 

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