PROKETTA.IFG.CC

arrow Home
HOME
23.03.2015: Projekt „PROKETTA – Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung": Treffen der Projektpartner zum Abschluss des Projektes
Am 23. März 2015 fand in Potsdam das vierte Treffen der Projektpartner des Forschungs- und Entwicklungsprojektes "PROKETTA – Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung“ statt. Ziel der Veranstaltung war es, die Projektpartner über die erarbeiteten Projektergebnisse zu informieren, die Aktivitäten vorzustellen, die für die kommenden Monate geplant sind sowie die Dienstleistungen aufzuzeigen, die das IfG im Bereich Geschäftsprozessmanagement anbietet. Dieses Projektpartnertreffen war zugleich die Veranstaltung zum Abschluss des PROKETTA-Projektes, das zum Ende März 2015 endete.

Teilnehmer der Veranstaltung waren Vertreter aus Bundes- und Landesministerien, kommunaler IT-Dienstleister sowie aus verschiedenen Kommunen und Unternehmen, bei denen im Verlauf des Projektes Prozesse erhoben wurden.

Im ersten Teil der Veranstaltung wurden die wesentlichen Ergebnisse des Projektes vorgestellt. Ausführlicher wurde die Vorgehensweise bei der Erstellung von Referenzprozessmodellen dargestellt, die im Projekt entwickelt wurde. Ein Referenzprozess ist ein abstraktes und verdichtetes Prozessmodell, in dem unabhängig von Organisationsstrukturen wesentliche Arbeitsschritte eines Vorgangs abgebildet werden. Sie sind soweit abstrahiert, dass sie über Organisationsgrenzen hinaus Gültigkeit besitzen. Durch die entsprechende Anpassung an die Rahmenbedingungen einer Organisation können sie zu individuellen, d.h. organisationsspezifischen Prozessmodellen weiterentwickelt werden. Im Projekt wurden zu einigen Informations- und Meldepflichten sowie zu Teilprozessen wie Posteingang und formelle Prüfung beispielhaft Referenzprozessmodelle entwickelt.

Präsentiert wurde auch der fertiggestellte Prototyp des Geschäftsprozessmanagers. Der Geschäftsprozessmanager ist ein prozessorientiertes Wissensmanagementtool, das in anschaulicher Form Informationen zu den erhobenen Prozessen/Prozessketten zwischen Behörden und Unternehmen visualisiert und digital bereitgestellt. Es können Informationen zu Organisationsstrukturen, zu Prozesslandschaften und Prozessmodellen hinterlegt und miteinander verknüpft werden. Aufgezeigt wurde, dass der Geschäftsprozessmanager in vielen Organisationsbereichen einsetzbar ist, z.B. im Personalbereich zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter, zur Sicherung von Know-how/Fachwissen oder im Organisationsbereich zur Gestaltung einer prozessorientierten Ablauforganisation und zu Organisationsoptimierungen.

In den vergangenen Monaten wurde im Projekt noch der sogenannte Vorgangsbegleiter entwickelt. Der Vorgangsbegleiter ist eine Applikation für ein Tablet oder Smartphone, mit der Arbeitsabläufe bzw. Geschäftsprozesse Schritt für Schritt begleitet werden können. Der Vorgangsbegleiter wird genutzt, um einerseits bereits in der Organisation erhobene Ist-Prozesse zu validieren und andererseits das dokumentierte Prozesswissen um weitere Informationen zu Transport-, Liege- und Wartezeiten sowie zu den eigentlichen Bearbeitungszeiten zu erweitern. Die Anwendung begleitet – wie ein klassischer Laufzettel – stichprobenartig einzelne Durchläufe eines Prozesses. Beim Projekttreffen wurden Ergebnisse aus einem ersten Praxistest vorgestellt.

Am Ende der Veranstaltung präsentierte Dr. Manfred J. Suhr in einem „Ausblick“ Weiterentwicklungen des Projektes, u.a. den IfG.CC-Prozesstag, der als Weiterführung der PROKETTA-Partnertreffen gedacht ist und Methoden- und Wissensvermittlung, Workshops und Praxisvorträgen zu Schwerpunktthemen miteinander kombinieren wird. Vorgestellt wurden auch die Unterstützungsleistungen des IfG.CC im Bereich Prozessmanagement, z.B. Erstellung von Prozesslandschaften, Modellierung und Optimierung von Geschäftsprozessen, Qualitätssicherung von Prozessmodellen, Notationskonvertierung und Benchmarking.

Zum Projekt PROKETTA

Das dreijährigen F+E-Projekt „PROKETTA – Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung“ wird über die Förderinitiative „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Im Projekt werden Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung visualisiert und Möglichkeiten zur Prozessverbesserung identifiziert. Übergeordnetes Ziel ist es, den Aufwand für Unternehmen und öffentliche Verwaltungen bei der Erfüllung bzw. Bearbeitung von Informations- und Meldepflichten zu reduzieren. Kooperationspartner sind u.a. Verwaltungen der kommunalen und Landesebene, kommunale Spitzenverbände, öffentliche IT-Dienstleister, Unternehmen und Kammern.

Für Informationen zum Projekt und zu den Dienstleistungen steht Ihnen Friederike Thessel ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ), wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut, gern zu Verfügung.

Weitere Informationen | Further Information: http://proketta.ifg.cc

                                                                                                                                                                                                                

                                                                                                                                                                                                                

 

 34 Gäste online