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Januar 2013: Projekt "Proketta" – Erhebung von Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung
Mitarbeiter des IfG.CC erheben derzeit bei Kommunen, Bundesbehörden und Unternehmen Geschäftsprozesse notationsunabhängig und nach einem einheitlichen Standard zum Aufbau eines Registers mit standardisierten Prozessketten für staatliche Informations- und Meldepflichten (IMP). Der Prozesskatalog wird im Rahmen des Projektes „Proketta – Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung“ entwickelt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird. Hintergrund des Projektes ist, dass die Erfüllung von IMP für Unternehmen hohe Bürokratiekosten verursacht. Durch die Optimierung von internen Arbeitsabläufen sowie einem medienbruchfreien Daten- und Informationsaustausch zwischen Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung können diese Kosten reduziert werden.

Ausgewählt wurden solche IMP, die bei Unternehmen hohe Kosten verursachen oder die für die befragten Unternehmen besonders relevant sind, z.B. weil Gesetzesänderungen eingetreten sind, Arbeitsabläufe neu zu gestalten oder Prozesse für Mitarbeiter zu wenig transparent sind. Für eine spätere Systematisierung wurden die IMP zu Themenclustern zusammengefasst. Beispiele für solche Cluster sind Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (z.B. IMP aus dem Bundesimmissionsschutzgesetz), Handel und Gastronomie (z.B. Sondernutzungserlaubnis für Restaurants) und Verkehrswesen (z.B. Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot).

 

Die Erhebung der Geschäftsprozesse erfolgt durch Interviews und Workshops vor Ort mit Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung und Unternehmen. Arbeitsschritte, die notwendig sind, um bestimmte IMP zu erfüllen bzw. eingegangene Unterlagen und Daten von Unternehmen zu be- und verarbeiten, werden erfasst und auf dieser Grundlage anschließend Prozessmodelle erstellt, die mit den Interviewpartnern abgestimmt werden.

Im weiteren Projektverlauf werden die jeweiligen Unternehmens- und Verwaltungsprozesse zu Prozessketten zusammengeführt und notationsunabhängig in einem Prozesskatalog aufgenommen. Parallel dazu sollen für die IMP standardisierte Referenzprozessketten entwickelt werden. Der Katalog wird durch einen beim IfG.CC entwickelten Geschäftsprozessmanager ergänzt, in dem die Prozesskettenmodelle und Referenzmodelle grafisch und inhaltlich aufbereitet sind. Mitarbeiter in Unternehmen und Behörden, die den Geschäftsprozessmanager nutzen, können sich so schnell einen Überblick über die gesamte Prozesskette verschaffen. Arbeitet sich bspw. ein Mitarbeiter in ein für ihn neues Themengebiet ein, kann er bei Bedarf aber auch detaillierte Informationen zu einzelnen Prozessschritten abrufen (z.B. Checklisten für die formale Prüfung von Anträgen).

Das dreijährige Projekt startete am 01.04.2012. Kooperationspartner sind u.a. Verwaltungen der kommunalen und Landesebene, kommunale Spitzenverbände, öffentliche IT-Dienstleister, Unternehmen und Kammern.

Wenn Sie Interesse an einer Beteiligung an dem Projekt haben oder weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an Friederike Thessel ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ), wissenschaftliche Mitarbeiterin am IfG.CC.

 

 

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